Eine Rundreise in Jordanien

Erlebe Jordanien in 14 Tagen mit dem Mietwagen

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Du hast vor nach Jordanien zu reisen und möchtest Deine Reise selbst organisieren? Dann bist Du hier genau richtig. Die hier vorgestellte Rundreise unterstützt Dich bei der Planung Deiner eigenen Reise.

Lass Dich im Toten Meer treiben, tauche, schnorchle, schwimme oder entspanne am Roten Meer. Und natürlich besuchst Du ohne Stress und Hektik das neue Weltwunder 'Petra', die Unsesco Welterbestätte mit den unglaublichen 2000 Jahre alten Bauwerken.

Jordanien ist zwar von einigen Krisenstaaten umgeben, gilt aber als sicheres Reiseland (Link zur Webseite des Auswärtigen Amtes zur Sicherheitslage). Da außerdem das Straßennetz gut ausgebaut ist, eignet sich das Land sehr gut für eine selbst organisierte Reise mit dem Mietwagen. Weiter unten gebe ich Tipps zur Wahl des Mietwagens und zu geeigneten Navigations-Apps.

Mit Englisch kommt man fast überall gut durch, wir waren erstaunt wie gut die meisten Jordanier Englisch sprechen.

Auf einen Blick
Einige Fakten zur Reise

Empfohlene Dauer der Reise: 14 - 16 Tage

Anzahl der Übernachtungsorte: 10

Start und Ziel z.B. in Amman

Reisezeit: Wir haben die Reise im April, rund um Ostern durchgeführt. Das Klima ist in dieser Zeit optimal und Teile des Landes sogar grün (wir haben noch nie so viele Schmetterlinge wie im Norden Jordaniens gesehen). Allerdings ist Jordanien kein touristischer Geheimtipp mehr und gerade rund um Ostern ist speziell in der Weltkulturerbestätte Petra und auch in der Wüste Wadi Rum schon viel los. Aber mit der richtigen Planung und den richtigen Tipps kann man auch damit gut umgehen.

Wenn Du hierüber buchst bzw. kaufst, bekommen wir eine Vermittlungsgebühr. Die Preise ändern sich nicht für Dich.
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SCHÖN, DASS DU HIER BIST
Du findest hier einen Vorschlag zum "Nachreisen" unserer Jordanien Rundreise. Ich heiße Thorsten und zusammen mit meiner Freundin habe ich diese wunderbare Reise unternommen.
Zuletzt editiert: 20.07.2019

Die Rundreise in der Übersicht

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Highlight

Die Stationen der Rundreise

Die Stationen im Einzelnen


Station 1: Die Hauptstadt Amman


Erkunde die Stadt zu Fuß und mit dem Taxi

Amman ist mit knapp 2 Mio Einwohnern eine moderne und in Teilen auch hektische Stadt in der es aber viel zu sehen gibt und die die besten Restaurants und süßen Backstuben des Landes bereithält. Es lohnt sich hier 2 Nächte zu verbringen.

In Amman empfehle ich das Auto stehen zu lassen und sich zu Fuß oder mit dem Taxi fortzubewegen. Es herrscht meistens dichter Verkehr und die Jordanier halten absolut nichts vom Blinken :-) Gewöhne Dich besser an die Fahrweise der Jordanier außerhalb der Hauptstadt.

Sich mit dem Taxi fortzubewegen ist absolut problemlos. Für ca. 2 bis 4 EUR wirst Du quer durch Amman gefahren (wenn Du den Taxifahrer überreden kannst, den Taxameter zu benutzen wird es meistens noch günstiger) und Taxis sind praktisch allgegenwärtig.

11.000 Sitzplätze im römischen Theater

Dieses beeindruckend gut erhaltene römische Theater befindet sich inmitten der Millionenmetropole Amman. Es sollen bis zu 11.000 Menschen Platz gefunden haben. Es lohnt sich die Stufen nach oben zu steigen und die Atmosphäre in sich aufzusaugen.

The Jordan Museum, 'Anfassen erlaubt'

In diesem neuen Museum befinden sich die wichtigsten archäologischen Fundstücke Jordaniens. Es ist schlichtweg das Museum in Amman, das man besuchen muss. Unter den Exponaten befinden sich die ältesten Statuen der Welt (8000 und 6000 v. Chr). Im zweiten Stock beheimatet das Museum viele interaktive Installationen, die sich speziell an Kinder richten und naturwissenschaftliche Phänomäne multimedial und oft auch einfach witzig zum Anfassen näher bringen. Das Museum ist leider nicht im Jordan Pass enthalten (Eintritt 5JD).

Die Zitadelle, 360 Grad Blick auf Amman

Von der Zitadelle hat man einen beeindruckenden Blick auf Amman in alle Himmelsrichtungen. Hier oben gibt es ein kleines aber feines Museum, eine Snackbar und eine byzantinische Kirche mit einer beeindruckenden Akustik. Man kann sich mit dem Taxi hochfahren lassen und wenn man möchte über Treppen in die Stadt zurücklaufen.


Station 2: Jerash, die weltweit besterhaltene römische Stadt


Das Ausgrabungsgelände

Jerash (auch Jerasch und Gerasa genannt) liegt ca. 40 km nördlich von Amman und ist auch als Tagesausflug von Amman aus besuchbar. Da wir aber eine weitere Station im grünen Norden Jordaniens haben werden, bietet sich Jerash als Übernachtungsstation an. Und natürlich lässt sich so der Sonnenuntergang in Jerash leichter in den Tag integrieren. Die Tagestouristen sind dann bereits auf dem Heimweg und das Licht zum Fotografieren ist besser als zur Mittagszeit.

Jerash gilt als die weltweit besterhaltene römische Siedlung und steht deshalb auch bei fast allen Jordanien Rundreisen auf dem Programm. Die römischen Bauwerke liegen nah beianander, da es aber viele sind, sollte man für den Besuch mindestens einen halben Tag einplanen.

Tipp: Da es wenig Schatten gibt, sollte man eine Kopfbedeckung und Sonnencreme nicht vergessen und am besten frühmorgens oder nachmittags mit dem Besuch beginnen.

Besonders schön an Jerash ist, dass man sich in der römischen Stadt bewegen darf wie man möchte. Man kann zwischen den Säulen herumklettern und die 2000-jährige Geschichte sozusagen hautnah erleben.


Station 3: Umm Quais, römische Ruinen im Drei-Länder-Eck


Zwischenstation in Ajloun, einer arabischen Burg aus der Kreuzritterzeit

Die auf knapp 1000 Meter oberhalb der Stadt thronende Festung Adschlun (Qalʿat ar-Rabad) gilt als eine der schönsten muslimischen Burgen. In den vielen Gängen der Burg herumzuklettern macht Spaß und der Abstecher auf dem Weg nach Umm Quais lohnt sich alleine schon wegen der Aussicht von hier oben.

Geschichtsträchtiger Blick ins Jordantal auf den See Genezareth und die Golanhöhen

Im Frühjahr bildet sich ein Blütenmeer von rotem Klatschmohn und bei der Autofahrt bewundern wir Schwärme von Schmetterlingen. In der antiken Stadt Umm Quais geht es deutlich weniger touristisch zu als in Jerash. Das Gelände bietet neben dem fantastischen Blick ins Jordantal unter anderem ein antikes Theater mit 3000 Sitzplätzen in schwarzem Basaltstein.

Außerdem gibt es in Umm Quais ein Restaurant mit wunderschön gelegener Terrasse in dem man den Nachmittagstee oder -kaffee genießen kann.


Station 4: Totes Meer


Schlammkuren und Entspannung pur

Das Tote Meer ist der tiefste zugängliche Punkt der Erde und darin zu baden ist unvergesslich. Da der Wasserstand von Jahr zu Jahr abnimmt, entfernt sich das Ufer von den Hotels und deshalb bieten praktisch alle Hotels einen kostenlosen Shuttleservice an, der Dich in kurzer Zeit zum hoteleigenen Strand bringt. Dort angekommen kannst Du Dich mit dem Schlamm des Toten Meeres einschmieren und Dich nahezu schwerelos im Wasser treiben lassen. Die Haut fühlt sich danach etwas schmierig aber auch total angenehm an.

Aufgrund des enormen Salzgehaltes schmeckt das Wasser widerlich und man sollte aufpassen, dass man nichts davon verschluckt. Diese Gefahr ist aber gering, da es im Toten Meer keinen Wellengang gibt und man eigentlich sowieso nur faul im Wasser herumliegt. Länger als 1 bis 2 Übernachtungen muss man trotz des einmaligen Erlebnisses nicht hier bleiben.

Tipp: Badeschuhe einpacken, der Boden ist teilweise etwas scharfkantig und rutschig. Und natürlich: Eine Zeitung im Hotel fürs Foto einpacken :-)

Das Ramada Resort Dead Sea

Wir waren aufgrund der gemischten Bewertungen etwas skeptisch aber dann positiv überrascht aufgrund des sauberen Zimmers, des leckeren Frühstücks und des super funktionierenden Shuttle-Services zum Privatstrand des Hotels. Das Ramada Resort Dead Sea, Link zu booking.com gehört zu den preiswerteren Hotels am Toten Meer.

Ausflug nach Betanien zur Taufstätte Jesu

Vom Toten Meer aus kann man in 20 Minuten Fahrzeit einen Ausflug zur Taufstätte Jesu unternehmen. Hier soll 'Johannes der Täufer' vor über 2000 Jahren Jesus getauft haben. Mit Minibussen werden die Touristen zum Fluss Jordan gefahren und ein engagierter Guide stellt mittels Bibelstellen überzeugend dar, dass die Taufe auf der jordanischen und nicht auf der israelischen Seite stattgefunden haben muss.

Interessant ist dass Isreal nur 10 Meter durch den Jordan getrennt ist und wir sehen viele christliche Wallfahrer die sich im Jordan ein zweites Mal taufen lassen. Die Atmosphäre ist aufgrund der religiösen Bedeutung und der Gesänge der Wallfahrer erlebenswert.


Station 5: Das Naturreservat 'Dana'


Wandern inmitten faszinierender Natur- und Felslandschaft

'Dana' ist der Name eines in Jordanien einzigartigen Naturreservats. Es ist außerdem der Name eines spektakulär am Rande des Canyons gelegenen Dorfes. Leider war das oft empfohlene 'Dana Guesthouse', Link zu booking.com ausgebucht, so dass wir im einfachen 'Dana Tower Hotel' unterkommen.

Wir haben im Hotel spontan eine kleine Wandertour gebucht. Kurzfristig wurde leider der Guide ausgewechselt und unser neuer sprach leider fast kein Englisch und war viel mit seinem Smartphone beschäftigt. Immerhin organisierte er eine stilechte Teepause und ein Ziegenhirte mit seiner Herde gesellte sich zu uns und wir durften sogar Ziegen melken und mit der Milch den Tee verfeinern.

Die bizarren Felsformationen in Dana bieten viele Fotomotive und schimmern gegen Abend in bunten Farben.

Die blaue Sinai-Agame

Am nächsten Morgen fahren wir aufgrund der Empfehlung des Hotelchefs zum 'Rummana Camp', zu dem man den letzten Kilometer mit dem Shuttlebus gefahren wird. Das Camp liegt spektakulär direkt am Rande der Dana Schlucht und bietet auch Zelte zum Übernachten an. Vor hier gehen 3 Kurzwanderungen ab, die ein Guide kurz erklärt und die durch Holzschilder markiert sind.

Und dann sehen wir inmitten der Wanderung dieses blaue Etwas und fragen uns ernsthaft, ob sich hier ein Tourist mit einem Plastiktier einen Scherz erlaubt hat. Vorsichtig nähern wir uns und erkennen, dass es sich tatsächlich um ein Lebewesen, nämlich eine Sinai-Agame handelt. Das Männchen nimmt in der Paarungszeit diese unglaublich kräftige blaue Farbe an.

Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben von keinem Tier mehr Bilder gemacht.


Station 6: Petra, das neue Weltwunder


Muss man zu 'Petra' überhaupt etwas schreiben?

...man muss. Klar kennt jeder der sich mit einer Reise nach Jordanien beschäftigt (oder schon einmal 'Indiana Jones - Der letzte Kreuzzug' geguckt hat) die Bilder des aus dem Fels gehauenen Schatzhauses (Treasury). Aber Petra hat unglaublich viel mehr zu bieten, etwa 800! historische Baudenkmäler und Opferplätze gilt es zu bestaunen. Schließlich war Petra die Hauptstadt des 2000 Jahre alten Reiches der Nabatäer. Neben dem Schatzhaus gilt das Kloster (Monastery) zu den beeindruckendsten Werken nabatäischer Baukunst.

Ich empfehle mindestens zwei Übernachtungen einzuplanen um an zwei Tagen Petra zu erkunden. Da wir erst am Nichmittag in Petra ankommen, haben wir uns für unsere Reise dazu entschieden, sogar 3 Nächte hier zu bleiben, was sich als gute Wahl herausstellt.

Erster Tag in Petra: Das Schatzhaus

Am Schatzhaus kamen wir in den 3 Tagen oft vorbei und jedesmal wirkte es in anderem Licht einfach magisch. Mal gelb, mal rot schimmernd fand ich den frühen Abend, wenn die meisten Touristen schon auf dem Heimweg sind, am besten zum Fotografieren. Zu dem Aussichtspunkt an dem ich zu sehen bin, gelangt man, wenn man vor dem Schatzhaus steht und sich dann nach links begibt. Man sucht sich vor Ort einen local guide, der einem beim 15 minütigen Aufstieg hilft. Hinweis: Man sollte hierfür trittsicher und ein kleines bisschen schwindelfrei sein.

Zweiter Tag in Petra: Das Kloster

Am Morgen des zweiten Tages fahren wir die wenigen Kilometer nach 'Little Petra' was deutlich weniger touristisch aber dadurch gemütlicher und auch sehr sehenswert ist.

Für den Nachmittag haben wir im Hotel vereinbart, dass wir mit einem 4x4 Auto relativ nahe an den Hintereingang gefahren werden um dann vom Kloster durch Petra hindurch bis zum Vordereingang zu laufen. Dadurch spart man sich die 788! Stufen hinauf zum Kloster.

Tipp: Starte die Wanderung erst gegen 14-15 Uhr, dadurch vermeidest Du die Mittagssonne.

Das Petra Museum

Uneingeschränkt empfehlen kann ich den Besuch des 2019 neu eröffneten Petra Museums, das direkt am Eingang zu Petra liegt. Die Exponate sind sehr gut dargestellt und erhöhen auch am zweiten Tag die Vorfreude auf Petra. Das Museum ist nicht allzu groß und man ist in 30 Minuten durch.

Dritter Tag in Petra: Wanderung zum 'High Place of Sacrifice'

Am Morgen des dritten Tages starten wir schon um 07:00 Uhr für die Wanderung zum 'High Place of Sacrifice', der Opferstätte. Der größte Teil des Weges liegt am Vormittag im Schatten und es sind nur wenige Touristen unterwegs. Den höchsten Punkt der Wanderung erreichen wir ab dem Schatzhaus in ca. 45 Minuten. Von dort geht es in ca. 90 Minuten gemütlich zurück zum Hauptplatz von Petra.

Tipp: Die Wanderrouten sind in der Karte zu Petra dargestellt, die es kostenlos in den Hotels und auch am Eingang zu Petra gibt.

Hoteltipp: Wir übernachten im Hotel 'Esperanza Petra', Link zu booking.com was sich als perfekte Wahl herausstellt. Das Hotel liegt 5 Minuten Fußweg entfernt vom Eingang zu Petra und der nette Chef des Hotels nimmt sich für jeden Gast viel Zeit und plant gemeinsam den Besuch von Petra, besorgt die Tickets zu 'Petra by night' und organisiert auch den Transfer zum Hintereingang von Petra (für die oben beschriebene Wanderung vom Kloster durch Petra hindurch zum Vordereingang).


Station 7: Die Wüste 'Wadi Rum'


Auf den Spuren von 'Lawrence von Arabien'

Die Wüste Wadi Rum ist eines der landschaftlichen Highlights Jordaniens. Die malerischen Felsen dieser Wüste schillern in Gelb- und Rottönen. Nicht umsonst wurde hier der Film 'Der Marsianer' gedreht. Und natürlich lohnt es sich eine Übernachtung in einem der zahlreichen Wüstencamps zu buchen.

Eine kleine Warnung vorab: Da praktisch jeder Tourist einen Abstecher in die Wüste unternimmt ist man an den fotogenen Plätzen leider so gar nicht alleine. Und da es im Zelt (im Monat April) sehr heiß war und auch kein Ventilator zur Verfügung steht, reicht meiner Meinung nach eine Nacht in einem der Camps.

Jeeptour zu den Highlights der Wüste

Die klassische Wüstentour, die man im Camp buchen kann (oder wenn man keine Übernachtung im Wadi Rum eingeplant hat im Visitor Center), führt zu einer Felsbrücke (bei der man etwas schwindelfrei sein sollte um sie zu erklimmen), zu nabatäischen Felszeichnungen, zu einem 'Mushroom Rock' und zu einigen Punkten in denen Lawrence von Arabien gewirkt hat. Eine Teepause in einem Beduinenzelt und ein Sonnenuntergang runden die Tour ab.

Das Wüstencamp

Eine Nacht im Wüstencamp in Wadi Rum lohnt sich schon alleine um die beduinische Gastfreundschaft zu genießen und um beim Lagerfeuer den Sternenhimmel zu bewundern. Man lernt hier bei der Wüstentour und beim leckeren Abendessen schnell nette Leute kennen und kann sich über die vielseitigen Urlaubserfahrungen austauschen und vielleicht schon Restauranttips teilen.


Station 8: Rotes Meer (Aqaba)


Schnorcheln am 'Japanese Garden'

Der Japanese Garden ist ein Korallenriff, das sich einige km südlich von Aqaba am Berenice Beach Club direkt am öffentlichen Strand befindet. Am Beach Club befinden sich die Parkplätze. Schnorchelausrüstung (Taucherbrille, Schnorchel und Flossen) konnte ich am Hotel leihen und die Einheimischen bieten sich an um gegen ein geringes Entgelt ein versunkenes Wrack und das Korallenriff zu zeigen. Für mich, der bisher nur im Mittelmeer geschnorchelt ist, war das ein unglaubliches Erlebnis wenn Dorie und Nemo direkt um einen herumschwimmen. So viele Fische in allen Farben und Formen habe ich noch nicht gesehen und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.

Die Strandatmosphäre im öffentlichen Strand ist orientalisch anders und wie ich finde, total spannend. Shishas, Jungensgruppen die arabische Lieder singen und rhythmisch klatschen, Frauen mit Kopftuch und Kinder die komplett eingekleidet bis zur Hüfte im Wasser stehen. Auch die älteren Frauen haben oftmals einen Schwimmring um die Hüfte auch wenn sie im seichten Wasser stehen (uns wurde gesagt, dass nur wenige Jordanier außerhalb Aqabas schwimmen können).

Allerdings und das soll nicht unerwähnt bleiben - am Müll scheinen sich die Jordanier auch hier nicht zu stören.

Das Foto mit dem Fisch habe ich nicht beim Schnorcheln, sondern beim Besuch des Aqaba Aquarium geschossen (ein Unterwassergehäuse für die Kamera hatte ich nicht dabei).


Station 9: Die Wüstenschlösser (Al-Azraq)


Qasr Amra ist Unesco Welterbe

Bei dem im 8. Jh. erbauten Schloss handelt es sich um das am besten erhaltene seiner Art und bietet im Inneren einzigartige Fresken, z.B. einen Laute spielenden Bären (Bild oben rechts).

Das Bild unten zeigt das Qasr Al Kharana, ebenfalls aus dem 8. Jh., bei dem die Verwendung weiterhin nicht ganz geklärt ist. Möglicherweise handelt es sich um eine Art Wüstenhotel.

Als drittes Schloss besichtigen wir das aus dunklem Stein erbaute Qasr Al Azraq, in dem Lawrence von Arabien den Winter 1917/18 verbrachte.

Al Azraq Lodge

Wir übernachten hier am östlichen Zipfel Jordaniens in der Al Azraq Lodge, einem ehemaligen britischen Feldlazarett, das in ein modernes Hotel umgewandelt wurde.

Gleich daneben hat die 'Königliche Gesellschaft für Naturschutz' (RSCN) das Feuchtlandreservat Azraq eingerichtet, eine in Jordanien einzigartige Sumpflandschaft in der man über Holzstege laufend Einblicke in die Vogelwelt nehmen kann. Interessant ist auch die angegliederte Ausstellung, in der man sich über die Zerstörung des Feuchtgebietes informieren kann, als in den 1980er Jahren massiv Trinkwasser für die Hauptstadt Amman abgepumpt wurde.


Station 10: Madaba, die Stadt der Mosaiken


Den Urlaub gemütlich ausklingen lassen

Madaba lohnt schon deshalb einen Abstecher, weil sich diese Stadt herausgeputzt hat. Es gibt ein verkehrsberuhigtes Zentrum und die Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander. Madaba ist die Hauptstadt der Mosaiken und das bekannteste ist die 'Mosaik Karte', die älteste historische Karte von Jerusalem. Die Aufbereitung in der Kirche 'Saint George' wirkt allerdings ein wenig provisorisch, ein großer Teppich wird zur Hälfte weggerollt, so dass der Blick auf die alten Mosaiken freigegeben wird.

Außerdem gibt es noch Mosaiken im 'Madaba Archaeological Park' und in der etwas außerhalb gelegenen 'Church of the Apostles'.

Madaba ist auch deshalb interessant, weil sich die Einwohner ungefähr jeweils zur Hälfte aus Muslimen und Christen zusammensetzen.

Ausflug zum 'Mount Nebo'

Madaba eignet sich auch gut dazu einen Ausflug zum 'Mount Nebo' zu unternehmen, der Gedenkstätte, von der aus Moses das gelobte Land gesehen haben soll. Dort gibt es neben der tollen Aussicht vom Toten Meer bis nach Amman auch überaus sehenswerte Mosaiken im Museum. Wir fanden Mount Nebo insgesamt sehenswert, aber leider ziemlich überlaufen. (Eintritt 2JD, nicht im Jordanpass enthalten).

Noch ein paar Tipps

Alternativen
Was man anders machen könnte

Wenn Du Spaß am Schnorcheln hast oder gerne einfach am Strand entspannst, könntest Du auch 3 Nächte am Roten Meer verbringen und stattdessen vielleicht den Norden (Umm Quais) aus Deiner Rundreise streichen. Alternativ könntest Du auch die Wüstenschlösser oder Madaba im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen.

Wir haben in unserer Rundreise mit 4,5 h eine lange Fahrstrecke vorgesehen, nämlich vom Roten Meer im Süden zu den Wüstenschlössern. Wenn Dir das zu lange ist, kannst Du die Runde auch so planen, dass Du z.B. Dana nicht auf dem Weg nach Süden, sondern als Zwischenstation zurück auf dem Weg nach Norden wählst.

'Welcome to Jordan'
Die Jordanier sind unglaublich freundlich

Dass einem aus fahrenden Autos heraus gewunken und 'Welcome to Jordan' zugerufen wird, habe ich so noch nie erlebt. Taxifahrer, die jede Fahrt dazu nutzen etwas über das Land zu erzählen und trotz vorab verhandeltem Fahrpreis an sehenswerten Spots anhalten, damit der Tourist Fotos schießen kann. Die Taxifahrer sind im übrigen freundlich und versuchen einen nicht übers Ohr zu hauen.

...schon ein bisschen anders
Autofahren in Jordanien

Nicht ungewöhnlich ist es, dass einem auf der mehrspurigen Schnellstraße außen auf der Standspur ein Auto entgegenkommt. Kein Jordanier hält sich auch nur annähernd an Tempolimits, es sei denn ein Speed Bump (Bodenschwelle) oder eine Polizeikontrolle ist in Sichtweite. Außerdem sind Jordanier kreativ darin, spontan eine neur Fahrspur zu eröffnen.

In unserem Urlaub hatte ich einen 'Maggie Simpson' Moment: Ein 5-jähriger Junge steuert auf einer zweispurigen, kurvigen Landstraße auf dem Schoß des Vaters sitzend ganz alleine das Auto.

Unbedingt probieren
Die Süßspeisen sind genial

Jordanische Süßspeisen sind genial. Unbedingt 'Knafeh' probieren (dabei den Bäcker bitten, dass kein oder nur wenig Zuckerwasser über das Knafeh geträufelt wird). Im 'Habibah Sweets' in Amman, Link zu Google Maps gibt es nach einhelliger Meinung der Einheimischen das Beste.

Tipp: Zuhause nachbacken: Fadenteig gibt es im türkischen Supermarkt zu kaufen.

...natürlich ist nicht alles rosarot
Müllprobleme, wackelnde Armaturen im Bad

Die Jordanier scheinen sich nicht am Müll zu stören. Selbst einige Ausgrabungsgelände sind nicht frei davon. Immerhin ein Umdenken scheint bei einigen Jordaniern stattgefunden zu haben: Im Wadi Rum haben wir einige Müllsammelaktionen gesehen. Im weniger touristischen Norden ist davon leider noch nichts zu sehen.

Repariert wird in Jordanien erst, wenn etwas komplett kaputt ist. So werden die Reifen wohl erst gewechselt, wenn der alte geplatzt ist oder von der Felge fällt (wie die zerfetzten Reifen am Straßenrand des Desert Highways erzählen).

Selten, dass im Badezimmer des Hotels wirklich alles funktioniert: Entweder gibt es nur lauwarmes Wasser zum Duschen, der Wasserdruck ist erbärmlich, der Abfluss funktioniert mehr schlecht als recht oder die Armaturen wackeln so, dass man sich kaum traut die Wassertemperatur zu ändern.

Navigations-App und mobiles Internet
Here we go oder Google Maps

Zur Navigation empfehle ich die App "Here we go" oder "Google Maps". Here we go funktioniert auch offline, wenn man sich zuvor die Karte von Jordanien downgeloadet hat - für Google Maps wird zur Navigation eine Internetverbindung benötigt. Da ich mit Google Maps die besseren Erfahrungen gemacht habe, haben wir sehr oft damit navigiert. Stand 2019 kostet ein 300 MB Datenpaket in Jordanien ca. 15 EUR und bei sparsamem Internet-Gebrauch hält das Paket dann eine Woche (diese Datenpakete sind meines Wissens bei allen Providern vor Ort online buchbar unter datapass.de).

Der empfehlenswerte Jordan-Pass
Du kannst ihn Dir vorab oder bei der Einreise kaufen.

Der Preis des Passes richtet sich nach der Anzahl der Tage, die man Petra besuchen möchte. Die meisten anderen Sehenswürdigkeiten Jordaniens sind ebenso im Pass enthalten. Wir wurden am Kassenhäuschen fast immer direkt durchgewunken, nachdem wir die magischen Worte 'Jordan Pass' gesagt hatten.

noch ein kleiner Tipp
Steckdosenadapter/Weltreisestecker

... in den meisten Unterkünften braucht man ihn nicht, aber zweimal hat er uns doch sehr geholfen: Stromadapter, Link zu Amazon.

Und zum Schluss
Welcome to Jordan!

... wünschen wir Euch viele tolle Eindrücke und Erlebnisse bei Eurer Rundreise durch Jordanien: Kirsten & Thorsten